Wo die Jugend gehört und respektiert wird

2026-03-19    HaiPress

Das dritte Jugendforum in Uhingens Bürgerhaus K1 hat deutlich gezeigt: Die junge Generation fühlt sich wohl in ihrer Heimatstadt. Das liegt auch daran,dass sie mit ihren Wünschen schon seit Jahren gehört wird – sei es im Jugendhaus,in der Stadtverwaltung oder im Gemeinderat mit Uhingens Bürgermeister Matthias Wittlinger an der Spitze.

867 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren hatten im Vorfeld Einladungskarten erhalten,wobei die Mehrheit der etwa 40 Anwesenden unter 16 Jahre alt war. „Eure Altersklasse soll gehört werden“,hat sich Heike Rapp,Bereichsleiterin für die Offene Kinder- und Jugendarbeit von SOS-Kinderdorf Göppingen,zu Beginn des Jugendforums an die Jugendlichen gewandt. Schon seit vielen Jahren bilden das SOS-Kinderdorf Göppingen sowie die Stadtverwaltung eine enge Kooperation zugunsten der Kinder und Jugendlichen. Einerseits stellt SOS-Kinderdorf das Personal fürs Jugendhaus und andererseits die Stadt Uhingen die Infrastruktur. „Ihr seid immer für uns da“,dankt Matthias Wittlinger den Sozialpädagogen,„in guten und in schlechten Zeiten.“

So war es auch beim Jugendforum: Gemeinsam boten SOS-Mitarbeitende,darunter auch die Schulsozialarbeiterinnen der Haldenberg- und Hieberschule,sowie Vertreter der Stadtverwaltung den Jugendlichen die Chance,sich einzubringen und etwas zu erfahren. „Das Jugendforum ist für uns eine Quelle,in der wir Ideen sammeln können“,erzählt Matthias Wittlinger. Dieser Austausch auf Augenhöhe hat sich bewährt,denn das Feedback war konstruktiv und auf hohem Niveau.

Wünsche beim Jugendforum: Kletterwand,Trinkwasserbrunnen,überdachter Treffpunkt und vieles mehr

„Wie soll meine Stadt in 10 Jahren aussehen?“,wollte Markus Malcher,Hauptamtsleiter der Stadt Uhingen,von den Jugendlichen wissen. Und erhielten einige interessante Antworten: Auf ihre „Wunsch-Zettel“ schrieben die Mädchen und Jungs Vorschläge wie Blumenpflanz-Tag,Wasserspielplatz,Grillplatz,Boxautomat,Fußballplatz in der Stadt,überdachter Treffpunkt bei schlechtem Wetter,mehr Grün,Spielwiese,mehr Sicherheit,Plätze zum Klettern für Jugendliche und junge Erwachsene,etwas für Jugendliche auf Spinnweberei-Gelände,kein Mobbing und mehr Barrierefreiheit. „Das zeigt deutlich,dass sie mit offenen Augen durch Uhingen gehen und sich über ihre Stadt Gedanken machen“,lobt Markus Malcher die Ideen.

Diese pinnten die Jugendlichen an eine Stellwand,auf anderen waren Stadtpläne befestigt,an denen die Jugendlichen mit Pinnnadeln zeigen konnten,wo sie sich am häufigsten aufhalten: im Umfeld des Jugendhauses,bei den Schulen,am Skatepark sowie der Legal Wall und an Spiel- und Sportplätzen. Ergänzt wurden die Karten durch Zettel,auf denen Wünsche für den jeweiligen Standort geäußert wurden: eine Schaukel am Spielplatz Stuttgarter Straße oder eben eine Kletterwand beim Skatepark.

Jugendforum: Matthias Wittlinger zieht positives Fazit

Eine Stunde lang hatten die etwa 40 Jugendlichen Zeit,um sich zur Zukunft Uhingens zu äußern,etwas über KI und Social Media zu hören oder sich mit Bürgermeister Matthias Wittlinger auszutauschen. Und wer nicht wusste,was er oder sie mit Uhingens Stadtoberhaupt schwätzen sollte,für den gab es Impulskarten mit vorformulierten Fragen. Soweit aber kam es nicht; Matthias Wittlinger und die Jugendlichen boten sich einen lebendigen Austausch – mit wichtigen Erkenntnissen für den Bürgermeister: „Es war einerseits schön zu hören,dass sie sich hier alle wohlfühlen“,zieht Matthias Wittlinger ein positives Fazit. Andererseits sei das eine Bestätigung für die Arbeit in den vergangenen Jahren,in denen wichtige Wünsche der Jugendlichen wie die legale Graffiti-Wand und der Skatepark samt Pumptrack umgesetzt worden sind.

Von der Realität in die virtuelle Welt führten Eduard Buron (SOS-Kinderdorf Göppingen) sowie Ilja Siegemund von der Stadtverwaltung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugendforums in ihren Workshops zur Künstlichen Intelligenz und Social Media-Kanälen wie Instagram. Zugleich zeigten sie auf,welche Auswirkungen ChatGPT&Co. auf das tatsächliche Leben haben können,wenn die KI verantwortungslos eingesetzt wird.

Kostbare Erfahrung des Gehörtwerdens

Schon jetzt lässt sich sagen,dass das Jugendforum in Uhingen eine wichtige Plattform ist. „Unsere Jugendlichen,erhalten bei uns im Jugendhaus und im Jugendforum die für die Persönlichkeitsentwicklung enorm wichtige Beachtung“,betont Sarah Aslan,die für das SOS-Kinderdorf Göppingen das Jugendhaus in Uhingen mit ihren Teamkolleginnen und -kollegen Valentina Camastra,Samuel Catalán und Fynn Guse betreut,unterstützt durch die Studierenden Sophia Eisele und Karina Rau und den Auszubildenden Moritz Kirn. „Sie lernen schon in jungen Jahren,dass sie gehört werden und ihre Meinung zählt; das ist für viele eine kostbare Erfahrung“,fügt Yvonne Klockow von der Stadtverwaltung hinzu,die das Geschehen im Jugendhaus inklusive Jugendforum seitens der Stadt koordiniert.

Doch das Jugendforum dient nicht nur ausschließlich dem Gehörtwerden und für die Stadt als Inspirationsquell. „Die Jugendlichen sollen einfach eine unbeschwerte Zeit haben“ verdeutlicht Yvonne Klockow. Und die hatten die Jugendlichen; bei den Workshops knabberten sie die bereitgestellten Snacks und Süßigkeiten,löschten ihren Durst,wuselten gut gelaunt durchs K1 und ließen sich anschließend köstliche Pizzen der Uhinger Pizzeria Kälberer schmecken. Sarah Aslan ergänzt: „Wer zu uns kommt,erhält das wichtige Gefühl: Hier bist du willkommen und wir passen auf dich auf.“ Das funktioniere aber nur,weil SOS-Kinderdorf,Stadtverwaltung und Gemeinderat gemeinsam an einem Strang ziehen. Matthias Wittlinger: „Darauf können wir stolz sein.“

Info: Die Vorschläge der Jugendlichen werden nunmehr zunächst innerhalb der Stadtverwaltung mit SOS-Kinderdorf Göppingen,besprochen und anschließend dem politischen Gremium zur weiteren Abstimmung vorgestellt. Gemeinsam mit dem Gemeinderat wird beraten,ob die ein oder andere Idee der Jugendlichen in den nächsten Jahren verwirklicht werden kann.

Fotos (Stadt Uhingen): Beim 3. Jugendforum von Jugendhaus und Stadt Uhingen bringen sich fast 40 Jugendliche mit ihren Ideen ein.

PM Stadtverwaltung Uhingen

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