Baden-Württemberg gestaltet die Bauwende aktiv

2025-11-13    HaiPress

Nach dreijähriger Arbeit des Strategiedialogs „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ zieht das Land eine sehr positive Bilanz: Aus Ideen sind konkrete Projekte,neue Kooperationen und politische Impulse entstanden.

Foto: Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf der dritten Jahresveranstaltung des Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“

Seit drei Jahren arbeitet der Extern:Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ (SDB)(Öffnet in neuem Fenster) an Lösungen für mehr bezahlbaren Wohnraum,klimagerechtes Extern:Bauen(Öffnet in neuem Fenster) und für die digitale Transformation der Bauwirtschaft. Auf der diesjährigen Jahresveranstaltung am Freitag, 7. November 2025,in den Extern:Stuttgarter Wagenhallen(Öffnet in neuem Fenster) zieht das Land eine sehr positive Bilanz: Aus Ideen sind konkrete Projekte,neue Kooperationen und politische Impulse entstanden.

Seit seiner Initiierung durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Jahr 2022 und unter Federführung von Nicole Razavi,Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen,sowie Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut,Ministerin für Wirtschaft,Arbeit und Tourismus,hat sich der Strategiedialog als bundesweit einzigartiges Netzwerk etabliert. Mehr als 250 Expertinnen und Experten wirken aktiv in den Arbeitsgruppen mit,knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die diesjährige Jahresveranstaltung zum Austausch. Durch neue Formen der Zusammenarbeit und Kollaboration entstehen so seit drei Jahren konkrete Entwicklungsimpulse für das Planen,Bauen und Wohnen in Baden-Württemberg.

Der SDB hat in den letzten drei Jahren einen großen Beitrag dazu geleistet,dass aus vielen einzelnen Akteuren inzwischen ein exzellentes Netzwerk entstanden ist – ein Ökosystem Bau Baden-Württemberg!Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte: „Die Herausforderungen in der Baubranche sind gewaltig. Eine echte Bauwende schaffen wir nur dann,wenn wir neue Wege gehen und über die Disziplinen hinweg Lösungen für konkrete Probleme erarbeiten. Der SDB hat in den letzten drei Jahren einen großen Beitrag dazu geleistet,dass aus vielen einzelnen Akteuren inzwischen ein exzellentes Netzwerk entstanden ist – ein Ökosystem Bau Baden-Württemberg! Mit der Gründungsmitgliedschaft am Extern:Bundesforschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen (BFZ)(Öffnet in neuem Fenster) ist uns dank dem SDB ein großer Wurf gelungen: So stärken wir unseren exzellenten Wirtschafts- und Forschungsstandort,sichern und schaffen Arbeitsplätze,erhöhen die Attraktivität von Unternehmungsansiedlungen und Start-up-Gründungen und entwickeln unser Land gezielt in Richtung Klimaneutralität weiter.“

Dr. Olaf Joachim,Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen,Stadtentwicklung und Bauwesen betonte: „Den Auftrag aus dem Extern:Koalitionsvertrag(Öffnet in neuem Fenster) nehmen wir beim Wort: Deutschland braucht ein Bundesforschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen und wir gestalten es aktiv. Das BFZ soll zu einem Motor der Bauwende werden und uns auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045 entscheidend voranbringen. Damit Forschung nicht in Laboren stecken bleibt,setzen wir auf Vernetzung über Ländergrenzen hinweg und auf Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft,Praxis und Industrie. So schließen wir vorhandene Wissenslücken und bringen Extern:Innovationen(Öffnet in neuem Fenster) schnell und wirksam auf die Baustellen dieses Landes. Wir freuen uns sehr,dass mit Baden-Württemberg ein starkes Innovationsland von Anfang an als Gründungspartner dabei ist.“

SDB als Motor für Fortschritt

Bauministerin Nicole Razavi sagte: „Die Initiativen,Projekte und Maßnahmen des Strategiedialogs zeigen: Wir sind nicht nur am Diskutieren – wir sind am Gestalten. Und wir tun es mit Mut,Energie und dem klaren Ziel,mehr bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen. Der enge Austausch zwischen den Akteuren wirkt – Reformen, Extern:Digitalisierung(Öffnet in neuem Fenster) und neue Plattformen beschleunigen das Bauen und setzen Maßstäbe. Der Strategiedialog hat sich zu einem echten Motor für Fortschritt entwickelt.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte: „Die Jahresveranstaltung unterstreicht die gewachsene Bedeutung des Strategiedialogs ‚Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen‘. Er vereint Akteure aus Bau,Wohnen und Innovation und zeigt: Gemeinsam erzielen wir greifbare Ergebnisse – von der Entwicklung technologischer Innovationen bis zur Qualifizierung unserer Fachkräfte. Baden-Württemberg gestaltet den Wandel aktiv mit,damit bezahlbares und klimagerechtes Bauen Realität wird.“

Land ist Teil des neuen Bundesforschungszentrums für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen

Ein wesentliches Ergebnis des Strategiedialogs ist die Beteiligung Baden-Württembergs am neuen Bundesforschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen (BFZ-Bau). Gemeinsam mit Sachsen und Thüringen ist Baden-Württemberg gleichberechtigtes Gründungsmitglied dieses bundesweiten Forschungsverbunds. Mit dem BFZ-Bau soll vor allem der Transfer von innovativen Konzepten in die Bauwirtschaft beschleunigt werden. Mit der geplanten Landeszentrale „NextBauBW“ in Stuttgart soll ein dauerhafter Dreh- und Angelpunktpunkt dafür entstehen. Damit baut Baden-Württemberg seine Spitzenposition in der Bauforschung weiter aus und möchte mit seiner Position als „THE LÄND of building ideas“ bundesweit Maßstäbe für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen setzen.

Begleitend dazu hat der SDB auch eine Extern:Studie zum Ökosystem Bau in Baden-Württemberg (PDF)(Öffnet in neuem Fenster) ermöglicht,die auf der Jahresveranstaltung erstmals vorgestellt wurde. Das Extern:Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau(Öffnet in neuem Fenster) hat eine umfassende Standort- und Potenzialanalyse vorgelegt,die sowohl fundierte Zahlen,Daten und Fakten zum Bau-Standort Baden-Württemberg als auch seine Stärken,Chancen und Entwicklungsperspektiven aufzeigt.

„Die heute vorgestellte Studie des Fraunhofer-Informationszentrums Raum und Bau zeigt die Stärken und Potenziale unseres Ökosystems Bau. Mit den Förderprojekten und der Dynamik des Strategiedialogs gestalten wir den Wandel im Bauwesen maßgeblich mit“,so der Ministerpräsident.

Bezahlbares Wohnen: Kommunen stärken,Wohnungsbestand aktivieren

Ein genereller Schwerpunkt der Arbeit des SDB liegt darauf,bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu aktivieren. Mit neuen Anreizen wie der Weiterentwicklung der Extern:Wiedervermietungsprämie(Öffnet in neuem Fenster) und der Einführung eines neuen Extern:Wohnflächenbonus BW(Öffnet in neuem Fenster) unterstützt das Land Kommunen dabei,Leerstände zu reaktivieren und den vorhandenen Wohnungsbestand effizienter zu nutzen. Allein durch die Wiedervermietungsprämie wurden in den letzten fünf Jahren rund 600 Wohnungen wieder vergeben,die zuvor mindestens sechs Monate leer standen. Darüber hinaus erleichtert ein Extern:Maßnahmenpaket zur Konzeptvergabe Städten und Gemeinden(Öffnet in neuem Fenster) die schnelle und qualitätsgesicherte Vermittlung von Flächen für den Wohnungsbau. Zudem treiben praxisnahe Förderprojekte wie die Projekte Extern:„Suffizient Bauen“(Öffnet in neuem Fenster) und Extern:„NORMholz“(Öffnet in neuem Fenster) die Entwicklung einfacher und kostengünstiger Bauweisen voran.

Innovatives und ökologisches Bauen: Kreisläufe schließen,Ressourcen schonen

Im Bereich des nachhaltigen Bauens hat Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren Pionierarbeit geleistet,unter anderem durch die SDB-Projekte zu einem Extern:Gebäudematerialkataster Baden-Württemberg(Öffnet in neuem Fenster),zu Extern:regionalen Sekundärrohstoffzentren(Öffnet in neuem Fenster) oder zur Wiederverwendung von Extern:Stahlbetonteilen(Öffnet in neuem Fenster), Extern:tragenden Holzbaustoffen(Öffnet in neuem Fenster) oder Extern:gebrauchten Brandschutztüren(Öffnet in neuem Fenster). Hierdurch wurden wichtige Grundlagen für zirkuläres Bauen geschaffen.

Ein besonderes Beispiel für den Transfer in die Praxis ist ein Förderprojekt zur Sanierung im Extern:Heidelberger Quartier Pfaffengrund(Öffnet in neuem Fenster): Es zeigt,wie durch differenzierte Sanierungsstrategien erhebliche Energieeinsparungen bei gleichzeitig sinkenden Kosten erzielt werden können.

Transformation der Bauwirtschaft: Wissen vernetzen,Innovation fördern

Auch die digitale und strukturelle Transformation der Bauwirtschaft steht im Mittelpunkt des SDB. Das Förderprojekt Extern:„Kompetenznetzwerk für innovatives Bauen“(Öffnet in neuem Fenster) leistet hier einen wichtigen Beitrag,denn es schafft interdisziplinäre Qualifizierungsangebote für Fachkräfte in Zukunftsfeldern wie Building Information Modeling (BIM), Extern:zirkulärem Bauen(Öffnet in neuem Fenster) oder Extern:seriellem Sanieren(Öffnet in neuem Fenster).

Parallel werden durch Projekte wie Extern:„LaSanGe“ (Laserscanning für beschleunigte Gebäudesanierung)(Öffnet in neuem Fenster) oder Extern:„InnovaSiW“ (kosteneffiziente Gestaltung baulicher Schallschutzmaßnahmen)(Öffnet in neuem Fenster) innovative Lösungen entwickelt,um die Produktivität im Bauwesen zu steigern. Zentraler Baustein dieser Entwicklung ist auch das neue Extern:S-TEC Zentrum für Industrialisiertes Bauen und Sanieren(Öffnet in neuem Fenster),dessen Ziel es ist,Innovationen aus Forschung und Wirtschaft in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen schnell in die kommerzielle Anwendung zu überführen.

Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“

Mit dem Extern:Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“(Öffnet in neuem Fenster) arbeitet die baden-württembergische Landesregierung an den großen Herausforderungen in den Bereichen Planen, Extern:Bauen und Wohnen(Öffnet in neuem Fenster). Als Arbeitsformat konzipiert,soll der Strategiedialog unter Beteiligung aller relevanten Akteure neues Denken und Arbeiten ermöglichen. Die etwa 250 Expertinnen und Experten des Strategiedialogs arbeiten in Extern:drei Themensäulen(Öffnet in neuem Fenster) bereichsübergreifend und interdisziplinär daran,bessere Voraussetzungen für mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen (Themensäule I),das Bauen auch im Bestand klimagerechter zu gestalten (Themensäule II) sowie die Digitalisierung und die Transformation der Bauwirtschaft voranzutreiben (Themensäule III). Das Format soll konkrete Arbeitsergebnisse wie etwa Modellprojekte und Vorschläge für bessere regulatorische Rahmenbedingungen hervorbringen,die umgesetzt und in die Fläche getragen werden können.

Die Jahresveranstaltung zeigte in diesem Jahr besonders deutlich,wie stark der Strategiedialog inzwischen wirkt: Im Rahmen einer begleitenden Projektmesse präsentierten sich erstmals alle Extern:18 Förderprojekte des SDB(Öffnet in neuem Fenster) auf einen Blick. Sie verdeutlichen,wie breit das Spektrum an Themen reicht – von bezahlbarem Wohnen und ressourceneffizientem Bauen über innovative Sanierungskonzepte bis hin zu neuen Ansätzen der Fachkräftequalifizierung.

Die Geschäftsstelle des SDB aus Extern:Architektenkammer Baden-Württemberg (AKBW)(Öffnet in neuem Fenster), Extern:Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB)(Öffnet in neuem Fenster) und der Extern:Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V.(Öffnet in neuem Fenster) hat Ende 2022 ihre Arbeit aufgenommen und vernetzt die Akteure,koordiniert die Arbeitsgruppen und begleitet die Umsetzung der Projekte.

Extern:Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“: Projektdokumentation 2025 (PDF)(Öffnet in neuem Fenster)

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