Nachwuchs bei den Grevyzebras in der Wilhelma: Ein Fohlen mit schwarz-weißen Streifen

2025-05-28    IDOPRESS

Bei den Grevyzebras in der Wilhelma hat Mitte Mai 2025 ein Fohlen das Licht der Welt erblickt. Die Mutter des kleinen Hengstes ist die 20 Jahre alte Milly,die schon seit 2013 in der Wilhelma lebt. Für Dr. Ulrike Rademacher,die für Huftiere zuständige Kuratorin,ein Grund zur Freude: „Unsere Stute Milly hat zuletzt vor acht Jahren ein Fohlen geboren. Dass es trotz ihres fortgeschrittenen Alters noch einmal geklappt hat,freut uns sehr. Auch genetisch ist unser kleiner Hengst sehr wertvoll. Wir hoffen,dass er eines Tages eine wichtige Rolle im europäischen Ex Situ-Zuchtprogramm für Grevyzebras einnehmen wird.“

Zebras gehören zu den bekanntesten Savannentieren Afrikas. Man unterscheidet bei ihnen zwischen drei Arten: Dem Steppenzebra,dessen Verbreitungsgebiet vom Süden Äthiopiens bis nach Südafrika und Namibia reicht,dem Bergzebra,das nur im südlichen Afrika vorkommt und dem Grevyzebra – der seltensten der drei Arten. Vom Bergzebra und Steppenzebra unterscheidet es sich durch seinen größeren,massigeren Körperbau und die deutlich feineren schwarz-weißen Streifen.

Die Grevyzebra-Gruppe in der Wilhelma besteht neben Milly und ihrem Fohlen noch aus der 13 Jahre alten Serdtse und der 22 Jahre alten Lady. Der Vater des Fohlens,der fast sieben Jahre alte Imbe,ist einen Großteil des Jahres auf dem Tennhof,der Außenstelle der Wilhelma,zuhause. Auch in der Natur bilden Grevyzebras – im Gegensatz zu Steppen- und Bergzebras – keine Haremsgruppen. Grevyzebra-Hengste leben meist entweder als Einzelgänger oder in  Hengstherden. Zusammenschlüsse von Hengsten und Stuten sind bei ihnen in der Regel nur temporär.

Der Bestand des Grevyzebras konzentriert sich auf die Trockenregionen im Norden Kenias bis in den Süden Äthiopiens. Die IUCN,die Internationale Union zur Bewahrung der Natur und der natürlichen Ressourcen,geht von nur noch rund 3.000 Tieren in der Natur aus. Die Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen sowie die Konkurrenz mit Viehherden um Wasserstellen und Weidegründe setzen die Wildpopulation unter einen hohen Druck. Auf der Roten Liste wird das Grevyzebra daher als „stark gefährdet“ eingestuft. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin erklärt,was die Wilhelma dagegen tut: „Schon seit vielen Jahren unterstützen wir die Organisation Marwell Wildlife,welche sich für den Schutz des Grevyzebras in seinem natürlichen Lebensraum einsetzt. Über den Artenschutz-Euro,den wir 2019 eingeführt haben,flossen seitdem insgesamt 73.000 € in das Projekt. Damit haben unsere Besucherinnen und Besucher der Wilhelma einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Grevyzebras geleistet.“

Foto (© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann): Das neugeborene Grevyzebra-Fohlen mit seiner Mutter

PM Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart

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